DVD-SEMINARBERICHT von Peter Kirschner und Daniel Pandza

1 Allgemeines über DVD
1.1 Was ist DVD?
1.2 Vorteile von DVD-Technologie
1.3 Nachteile der DVD-Technologie
1.4 Der Siegeszug der DVD
1.5 Der Erfinder der DVD

2 Technische Spezifikation

2.1 Ausgabeformate von DVD
2.2 Grössen und Fassungsvermögen von DVD (double-sided, dual-layer discs (DVD-18))
2.3 Video Details
Auflösung
Widescreen
Aspect Ratios
2.4 Audio Details
2.5 Interaktivität
2.6 Edge Enhancement
2.7 BCA
2.8 Kopierschutzverfahren
2.9 Schreibweise and Einheiten

3 DVD-Video
3.1 Vorteile/Nachteile und Merkmale von DVD-Video
3.2 Güte von DVD-Video (MPEG...)
3.3 Über Regional- und Ländercodes
3.4 DVD-Video und Fernsehformate (PAL, NTSC, SECAM)
3.5 DVD-Video und Audioformate (Dolby Digital AC-3, AC 5.1, DTS)
3.6 Ostereier (versteckte Funktionen)

4 Andere DVD Anwendungen
4.1 DVD-Audio und Music DVD
4.2 DVD und Computer
4.3 Recordable DVD: DVD-R, DVD-RAM, DVD-RW, and DVD+RW
4.4 DeCSS

5 Anhang
5.1 Literarurverzeichnis

 
1. Allgemeines über DVD


1.1 Was ist DVD?
DVD ist die Abkürzung für Digital Video Disc oder auch Digital Versatile Disc.
Dies ist die nächste Generation optischer Diskspeichermedien. Die DVD - Technologie
ist im wesentlichen eine "aufgebohrte" CD und kann Videos in Kinoqualität, Audio- und
Computerdaten speichern. Die Zielrichtung dieser Technologie ist die Revolution des
Unterhaltungssektors. Sie soll sowohl die Audio- CD's, Video Bänder, Laserdisc und CD-ROM
ersetzen. Die DVD wird von allen führenden Hardware-Herstellern, sowie der Musik- und
Filmindustrie unterstützt. Dadurch wurde die DVD innerhalb kürzester Zeit zum
erfolgreichsten Produkt in der Elektronikbranche.
Besonders zu beachten ist die Unterscheidung von physikalischen(DVD-Rom oder auch DVD-R,
DVD-Ram ,DVD-RW und DVD+RW) und Anwendungsformaten (DVD-Video, DVD-Audio,
DVD-Video Recording, DVD-Audio Recording, DVD-Stream Recording und SACD).
DVD-Roms dienen zur Speicherung von Daten. DVD-Video oder umgangssprachlich
DVD definiert das Format in dem Film und Audiodaten gespeichert werden
(vergleichbar mit der CD-Rom und Audio-CD's).

1.2 Vorteile von DVD-Technologie
- Über 2h qualitativ hochwertiges digitales Video (eine zweiseitige, doppellagige Disc kann bis
zu 8h qualitativ hochwertiges Video bzw. 30h Video in VHS-Qualität).

- Unterstützung von Breitbildformaten auf Standard- oder Breitbildschirmen (4:3 und 16:9 Bildseitenverhältnis).
- Die Möglichkeit bis zu 8 Audiospuren zu speichern um z.B. verschiedene Sprachen zu ermöglichen
(jede Audiospur enthält dabei 8 Kanäle).

- Bis zu 32 Untertitel oder auch Karaoke-Untertitel
- Nahtloses "Video-Verzweigen", welches alternative story lines auf einer Disc ermöglicht.
- Bis zu 9 Kameraeinstellungen (Blickwinkel) während der Wiedergabe sind möglich.
- Menüs/Interaktivität um z.B. Spiele,Quizshows u.ä. zu realisieren.
- Mehrsprachige Menüführung, Titel, Albumname, Songnamen, Darsteller, Inhaltsverzeichnis...
- Schnellvor- und Rücklauf ohne Qualitätsverluste und ohne Beschädigung oder Abnutzung der Disc.
- Schnellsuche über Titel, Kapitel, Musiktrack und Zeitstempel
- Unanfälligkeit gegenüber magnetischen Feldern und Hitzebeständig.
- kompakte Maße. DVD-Spieler sind dadurch tragbar.
- Geringere Kopierkosten als bei Laserdisks oder Videobändern.

Leider enthalten nicht alle Disks die hier aufgeführten Möglichkeiten der DVD.

Viele DVD-Spieler verfügen über weitere Features:
- Component video output (YUV oder RGB) für qualitativ höhere Darstellung.
- Progressive scan component output (YUV oder RGB) für höchste Qualität analoger Darstellung.
- DVI (Digital video output) wi z.B. SDI, 1394 oder DVI um perfekte Digitalbilder zu erzeugen.
- Sechskanal Analog-Darstellung aus dem internen Audio-Decoder.
- Erkennung und Ausgabe digitaler Audio Surround Tracks (DTS).
- Kompatibilität zu anderen Formaten (Video CD, Super Video CD, Lasedisc, CDV,MP3-CDs, Divx-Discs...
- Einzelbild
- Rücklauf bei normaler Wiedergabegeschwindigkeit.
- Antennenausgang für Fernseher ohne direkten Videoeingang).
- Digitalzoom (2fach, 4fach für Bildausschnitte (gehört zu den Player-Features nicht zu denen der Disc).

1.3 Nachteile der DVD-Technologie
- Es wird noch Jahre dauern, bis DVD als Standard für weite Bereiche der Unterhaltungselektronik etabliert ist.
- Unklarheiten der Specifikation und mangelhafte Tests der Player führten in der Vegangenheit oft zu Inkompatibilät.
- Einige DVDs funktionieren nicht einwandfrei oder schlimmstenfalls garnicht auf einigen Playern.
- Es kann noch nicht aufgenommen werden.
- Regionale Locks der und Kopierschutz der Hersteller.
- Es wird digitale Kompression angewendet. Daher resultieren pixelige, verschwommene, rauhe oder unklare Bildbereiche.
- Bei Stereo/Dolby Suround resultiert aus dem "abmischen" des Audiosignals eine begrenzte dynamische Bandbreite.
- Der HDTV Standard wird nicht vollständig unterstützt.
- Einige DVD-Spieler und LW können keine CD-Rs lesen.
- Aktuelle DVD-Spieler und LW sind noch nicht in der Lage DVD-RAMs zu lesen.
- Die unter 1.2 aufgeführten zusätzlichen Features werden nur von einigen Playern unterstützt.

1.4 Der Siegeszug der DVD (Von Holger Landau siehe: http://www.computerchannel.de

Nach der fulminanten Einführung der CD im Jahre 1982 ist die Zeit nicht stehen geblieben.
Die DVD (Digital Versatile Disc, zu Deutsch etwa: Vielseitige digitale Speicherdiskette)
bietet als Weiterentwicklung der CD mit bis zu 17 Gigabyte (GB) Speicherplatz etwa 26 mal
mehr Platz für Daten. Wie bei der CD gibt es auch bei DVD-Laufwerken Stand-Alone-Geräte und
Laufwerke zum Einbau in den Computer. Beim Thema DVD-Brenner sieht's derzeit noch
unbefriedigend aus. Geräte, die den gesamten Speicherplatz ausnutzen können, sind noch nahezu
unbezahlbar. Die meisten Modelle können nur bis zu 4,7 GB auf die rohe Scheibe bannen.
Bis auf wenige Ausnahmen, die über SCSI-Anschlüsse verfügen, werden DVD-Laufwerke für die
ATAPI-Schnittstelle angeboten. Der Einsatz-Zweck der DVD gliedert sich hauptsächlich in drei
Bereiche:

DVD-ROM: Die DVD wird dabei wie eine CD-ROM verwendet, deren Inhalt einmal geschrieben
wird und dann nicht mehr zu verändern ist. Der Standard gilt seit September 1996.
DVD-Audio: Wie die DVD-ROM wird der Datenträger nur zum Lesen genutzt, allerdings für
Audioaufnahmen. Standardisiert ist das Format seit Februar 1999.
DVD-Video: Die Video-DVD ist eine Variante der DVD-ROM. Der Unterschied ist, dass sie nur
mit bestimmten Datentypen für die Videowiedergabe am TV-Gerät arbeitet. Der Standard wurde
im September 1996 verabschiedet.
Hinzu kommen noch weitere Varianten, die derzeit allerdings nur von geringer Bedeutung sind:
DVD-R: Eine einmal beschreibbare DVD mit mit bis zu 7,4 GB Kapazität. Sie arbeitet nach dem
Prinzip der CD-R, also mit einer Farbstoffbeschichtung für einen Laser mit der Wellenlänge von
635 bis 650 Nanometer. (Standard: Juli 1997)
DVD-RAM: Eine wiederbeschreibbare DVD. Der zur Verfügung stehende Speicherplatz beträgt bis
zu 4,8 GB. (Standard: Juli 1997)
DVD+RW: Diese Variante gehört offiziell nicht zur DVD-Familie. Wie die DVD-RAM ist sie
wiederbeschreibbar.
Für die drei Hauptbereiche sind Standards verabschiedet. Am längsten hat dies für den
DVD-Audio-Standard gedauert. Ein großer Vorteil der DVD-Laufwerke, die für den PC hergestellt
werden, ist die Kompatibilität zur CD. Dadurch können die Laufwerke praktisch alles lesen was
ihnen in den Schacht oder die Lade kommt. Moderne Laufwerke sind in der Lage DVD-Filme
ruckelfrei abzuspielen, sofern der PC über einen schnellen Prozessor verfügt. Langsame Rechner
können mit einer etwa 150 bis 200 Mark teuren MPEG-Karte nachgerüstet werden, die dem
DVD-Film zur flüssigen und besseren Qualität verhilft. Der Handel bietet auch sogenannte
Bundles an: ein DVD-Laufwerk und eine MPEG-Karte zusammen im Karton.

1.5 Der Erfinder der DVD

Die DVD ist die Arbeit vieler Firmen und vieler Menschen. Es gibt dazu zwei Aussagen:
Das MMCD-Format ist von Sony, Philips und anderen. Das SD-Format ist von Toshiba, Matsushita,
Time Warner und anderen. Eine Reihe von Computerfirmen, angeführt von IBM, erreichten die
Vereinheitlichung eines Standards für die DVD. Das kombinierte DVD-Format aus MMCD und
SD-Format wurde 1995 herausgegeben um die Wiederholung eines Kampfes der Systeme wie bei
VHS vs. Betamax zu verhindern.
DVD ist jedoch nicht in Besitz einer einzelnen Firma. Die offizielle Spezifikation wurde von einem
Konsortium von 10 Firmen entwickelt: Hitachi, JVC, Matsushita, Mitsubishi, Philips, Pioneer, Sony,
Thomson, Time Warner und Toshiba. Außerdem nahmen an der Entwicklung Representanten vieler
weiterer Firmen in verschiedenen Gruppen Teil.
Die Entwicklung begann schon in ihren Ursprüngen im Jahre 1987 und hatte im Februar 2000 über
220 Mitglieder.

Time Warner erfand das eigentliche DVD-Logo und übergab es an die DVD Format/Logo Licensing Co.
Der Begriff DVD ist mittlerweile zu gängig als das er noch geschützt oder lizensiert werden könnte.

Für die Verwendung der DVD-Technologien müßen jedoch verschiedenste Abgaben an die jeweiligen
Erfinder entrichtet werden:

- $ 5000 für die Nutzung der Spezifikation pro Produktreihe
- ??? für Logo-Lizensierung
- Kostenfrei sind die iInternationalen Standardisierungen der FA ECMA, die einen kleinen Teil der
Spezifikation ausmachen
und z. B. für die Einheitlichkeit von Kommatrennung und Semikolontrennung oder unterschiedliche
Schreibweisen des Wortes "Disk" sorgen.
- Die Spezifikation für das UDF File System, welches von DVD verwendet wird gibt es bei
www.osta.org.
- Jede Firma die DVD Produkte herstellt muß Lizenzen an Philips/Pioneer/Sony zahlen
(3.5% pro Player, jedoch mindestens 5$, zusätzlich $2.50 für Video CD Kompatibilität, 5 Cents pro Disk)
- An Hitachi/Matsushita/Mitsubishi/Time Warner/Toshiba/Victor gehen 4% pro Player oder
Laufwerk (min. $4), 4% pro Decoder (min $1), sowie 7.5Cents pro Disk.
- Die Lizensierung der CSS Verschlüselungstechnologie kostet $10000 (pauschal) und
geht an die DVD CCA (Copy Control Assoc.) CSS wurde vorübergehend von Matsushita verwaltet.
- Macrovision bekommt $15000 jährlich für die Anti-Recording-Technology der Hardwarehersteller + $30000
einmalig bei Einstieg,sowie weitere 4 bis 10Cents pro Disk von den Publishern
(nicht den Herstellern der Disks).
- Dolby kassiert $026 pro Audio-Kanal, Philips weitere $0.20 pro Audio-Kanal, jedoch höchstens $0.60 pro Player,
sowie $0.003 pro Disk.
- MPEG LA (MPEG License Administrator) bekommt $4 pro DVD-Player oder Decoder-Karte und 4Cents für jede Disk.
- Nissim schöpft weitere 25Cents pro Player für Zugriffsschutzsysteme für Erwachsene.

- Verschiedenste Lizensen summieren sich auf $30 für einen etwa $300 teuren DVD-Player und $0.20 pro Disk
(diese zahlt der Vervielfälltiger).


2 Technische Spezifikation

2.1 Ausgabeformate von DVD

Die meisten DVD-Player haben folgende Video-Ausgänge:
- NTSC, PAL, oder SECAM signal
- Composite video (CVBS)
- gelber Standard RCA Videostecker, der alle drei Videosignale kombiniert
- S-Video (Y/C). 4pin Rundstecker, der das Signal für Helligkeit (Y) von den Farbsignalen (C) trennt.
- Europäische DVD-Palyer kombinieren beide dieser Signale, sowie weitere in ein 21pin- SCART-Stecker.
Einige DVD-Spieler haben zusätzliche Video-Verbindungen.
- Zwischenzeilenabtastung für analoges Video mit Trennung aller drei Videosignale
- Y'PbPr Format: 3 RCA oder BNC Verbinder
- RGB Format: SCART Verbinder oder 3 RCA oderr BNC Verbinder.
- Antennenkabel (RF) um den TV Eingang zu verbinden.

DVD-Spieler für den Heimbereich besitzen bisher keine digitalen Video Ausgänge, werden aber
sehr bald mit FireWire (IEEE 1394) -Verbindungen erhältlich sein. Es gibt spezielle DVD-Spieler
der Firma Function Communications mit SDI (serial digital interface) -Ausgängen, welches sich
jedoch nur an sehr teure High-End Anzeigegeräte anschließen lassen.

 


Abbildung: Ausgänge des Sony DVD-Players CX 850D (Quelle: zdnet)

Die meisten DVD-Player haben folgende Audio-Ausgänge:
- Analoges Stereo Audio, wahlweise mit Dolby Surround
- RCA-Verbinder (rot/weiss)
- Digitales Audio. 1 bis 5.1 Kanäle
- Raw Digital Audio in PCM, MLP, Dolby Digital (AC-3), DTS, oder MPEG-2 Format, welches einen Verstärker/Empfänger
mit eingebautem Decoder
(oder separatem externen Decoder) erfordert.
- S/P DIF coax Format: RCA Verbinder. (IEC-958 Type II)
- Toslink Format: eckiger optischer Verbinder. (EIAJ CP-340 and EIAJ CP-1201)

Einige DVD-Spieler haben zusätzliche Audio-Verbindungen:
- Mehrkanal analog Audio, welches einen "Dolby Digital ready" Mehrkanal Verstärker mit bis zu 6 Eingängen erfordert.
- 6 RCA Verbinder oder einen DB-25 Verbinder.

Einige DVD-Spieler und Empfänger unterstützen nur S/P DIF oder nur Toslink.

2.2 Grössen und Fassungsvermögen von DVD (double-sided, dual-layer discs (DVD-18))

Es gibt viele Variationen des DVD- Mediums.
Es gibt zwei physikalische Größen: 12 cm (4.7 inches) and 8 cm (3.1 inches),beide 1.2 mm dick,
aus zwei Substraten von jeweils 0.6mm Dicke, die zusammengeklebt werden.
Dies sind die gleichen Maße die wir bereits von CDs kennen.
Eine DVD-Disc kann sowohl einseitig (single-sided) als auch beidseitig (double-sided) bespielt sein.
Jede Seite kann bis zu zwei Datenhaltungsschichten (data-layers) haben.
Die Menge bzw. Länge an Video die eine DVD-Disc speichern kann hängt von der Menge der
Audioinformationen hinzukommen und wie stark Audio und Videodaten komprimiert werden
(bzw. bis zu welcher Qualitätsstufe).
Der häufig genannte Wert von 133 Minuten ist relativ zu sehen: Eine DVD mit nur einer Audiospur
kann problemlos über 160 Minuten an Videodaten speichern. Eine Kapazität von bis zu 9 Stunden
ist zu ereichen, wenn man bis auf VHS-Qualität komprimiert.

Bei einer (groben) durchschnittlichen Datenrate von 4.7Mbps (3.5 Mbps für Video, 1.2Mbps für
einen 5.1-Kanal Dobly Surround Soundtrack) hat eine single-layer DVD ein Fassungsvermögen
von etwas mehr als zwei Stunden. Ein zwei zwei Stunden langer Spielfilm mit drei Soundtracks hat
durchschnittlich 5.2Mbps. Eine zweischichtige DVD-Disc (dual-layer disc) kann einen zweistündigen
Film bei einer Datenrate von etwa 9.5Mbps speichern (also Nahe dem Limit von 10.08Mbps).
Eine DVD-Videodisc welche hauptsächlich Audiodaten enthält kann bis zu 13 Stunden (24 Stunden
bei dual-layer Disc) spielen, wenn diese 48/16 PCM-Codierung (etwas besser als CD-Qualität!) nutzt .
Die DVD kann bis zu 160! Stunden Audiodaten enthalten, wenn diese mit Dolby-Digital 64 kbps
komprimiert wurden (z.B. als Mono-Aufnahme für die immer populärer werdenden Audio-Books,
die man nebenher vorgelesen bekommt).
Es folgt eine Auflistung der Kapazitäten und deren Benennungen für DVDs:
Zum Vergleich, auf eine CD-Rom gehen für gewöhnlich 650MB, dies entspricht 0.64 GB bzw. 0.68 Milliarden bytes.

In der Liste steht SS/DS für single-/double-sided, SL/DL/ML für single-/dual-/mixed-layer
(mixed bedeutet single layer auf der einen, double layer auf der anderen Disc-Seite).

gig steht für Gigabytes (2^30), MrdB für Milliarden-Bytes (10^9).

NAME###GRÖSSEN###KAPAZITÄT###VIDEOKAPAZITÄT

DVD-5 (12 cm, SS/SL) 4.38 gig (4.70 MrdB) an Daten, über 2 h Video
DVD-9 (12 cm, SS/DL) 7.95 gig (8.54 MrdB), etwa 4 h
DVD-10 (12 cm, DS/SL) 8.75 gig (9.40 MrdB), etwa 4.5 h
DVD-14 (12 cm, DS/ML) 12.33 gig (13.24 MrdB), etwa 6.5 h
DVD-18 (12 cm, DS/DL) 15.90 gig (17.08 MrdB), über 8 h
DVD-1 (8 cm, SS/SL) 1.36 gig (1.46 MrdB), über 1/2 Stunde Video
DVD-2 (8 cm, SS/DL) 2.48 gig (2.66 MrdB), über 1.3 h
DVD-3 (8 cm, DS/SL) 2.72 gig (2.92 MrdB), etwa 1.4 h
DVD-4 (8 cm, DS/DL) 4.95 gig (5.32 MrdB), etwa 2.5 h
DVD-R 1.0 (12 cm, SS/SL) 3.68 gig (3.95 MrdB)
DVD-R 2.0 (12 cm, SS/SL) 4.38 gig (4.70 MrdB); 8.75 gig für seltenere DS discs
DVD-RW 2.0 (12 cm, SS/SL) 4.38 gig (4.70 MrdB); 8.75 gig für seltenere DS discs
DVD-RAM 1.0 (12 cm, SS/SL) 2.40 gig (2.58 MrdB)
DVD-RAM 1.0 (12 cm, DS/SL) 4.80 gig (5.16 MrdB)
DVD-RAM 2.0 (12 cm, SS/SL) 4.38 gig (4.70 MrdB)
DVD-RAM 2.0 (12 cm, DS/SL) 8.75 gig (9.40 MrdB)
DVD-RAM 2.0 (8 cm, DS/SL) 1.36 gig (1.46 MrdB)
CD-ROM (12 cm, SS/SL) 0.635 gig (0.650 MrdB)
CD-ROM (8 cm, SS/SL) 0.180 gig (0.194 MrdB)

Hinweis: Man benötigt gewöhnlich 2GB um eine Stunde Video zu speichern.


Abbildung: Unterschiedliche Pits und näher
beieinander liegende Spuren DVD im Vergleich zu CD

Die erhöhte Speicherkapazität einer DVD gegenüber einer CDROM ist Folge von...

a) kleineren pits (Biteindruckslängen) (~2.08x)
b) enger beeinander liegenden Spuren (~2.16x)
c) etwas größerem Datenfeld (~1.02x)
d) etwas effizienterer Kanal-bit Modulation (~1.06x)
e) effizienterer Fehlerkorrektur (~1.32x)
f) Weniger Verwaltungsaufwand pro Sektor (~1.06x).
Der Gewinn bei single-layer DVDs gegenüber einer CD-Rom liegt bei etwa 700%.
(Eine leicht abweichende Erläuterung finden Sie unter: <www.mpeg.org/MPEG/DVD/General/Gain.html>.


Abbildung: Dual- Layer und Single-Layer im Vergleich.

Die Kapazität einer dual-layer DVD ist etwas weniger als das Doppelte einer Single-Layer DCD.
Der Laser muß dabei "durch" die äußere Schicht auf der inneren Schicht lesen
(bei einem Abstand von 20 bis 70 Mikronen).
Um die Zwischenschichtkommunikation gering zu halten, wurde die pit-Länge beider Schichten
von 0.4um auf 0.44um vergrößert. Um diesen Umstand auszugleichen wurde die
Scan-Geschwindigkeit des Lasers etwas erhöht ( von 3.49 m/s bei single-Layer Discs auf 3.84 m/s)
Llängere Pits, mit größeren Abständen sind leichter korrekt zu lesen und sind weniger empfindlich
gegen springen (jittern).
Die erweiterte Pitlänge bedeutet weniger Pits pro Umdrehung und damit weniger Speicherkapazität
pro Schicht.

Hinweis: Ältere Windowsversionen die FAT16 anstelle von UDF, FAT32, oder NTFS nutzen um DVD
zu lesen können Probleme verursachen bei der Adressierung von über 4GB DVD-Größe.
FAT16 hat außerdem ein 2GB Limit bei Dateigrößen. FAT32 hat ein 4GB Limit bei Dateigrößen.
(NTFS hat ein 4 TerraByte Limit, welches vorerst aureichen dürfte).
Weitere Informationen zu diesem Thema findet man bei den jeweiligen Herstellern:
Disctronics, Cinram. Panasonic, Technicolor, und viele andere...

2.3 Video Details

Auflösung
Widescreen

Aspect Ratios
Pan&Scan
Anamophic Video


Video kann auf einer DVD im 4:3 Format (Standard-Fernsehformat) oder 16:9 (Breitbild)
gespeichert werden. Das Standard "Breite zu Höhe"-Verhältnis bei Fernsehgeräten ist 4:3, als
1.33 mal breiter wie hoch. Neue Breitbild-Formatfernseher (engl. widescreen) haben ein
Seitenverhältnis von 16:9, also 1.78 mal breiter wie hoch. DVD wurde dafür konzipiert das 16:9- Format
zu unterstützen.

Widescreen 16:9 Video, z. B. von eine Aufnahme einer 16:9 Videocamera, kann anamorphisch auf
einer DVD gespeichert werden. Anamorphisch bedeutet, daß bei der Aufnahme ein Bild in das
4:3-Format umgerechnet wird (also horizontal gestaucht wird) und beim abspielen des Films wieder
auf das passende 16:9-Format "zurückgezogen" wird.
Noch komplizierter wird der Vorgang bei der Übertragung auf Video, da die meisten Filme heutzutage ein
Format mit einen Seitenverhältnis ("aspect ratio") von 1.66, 1.85 ("flat") oder 2.40 ("scope") haben.
Da diese nicht den Fernsehformaten entsprechen sind zwei Umrechnungsprozesse nötig um TV-Formate
zu ermöglichen.
Das Letterbox-Format (LBX abgekürzt) bedeutet, daß ein Video im Kinoformat dargestellt wird. Das
Kinoformat ist breiter als 4:3 und auch 16:9. Schwarze Balken werden hier verwendet um die Lücken
oberhalb und unterhalb des films zu füllen.
Ein 1.85 Film der auf 1.33 formatiert wurde hat dabei dünnere Balken als ein 2.4 Film der auf 1.33
formatiert werden mußte (28% der Anzeigehöhe anstatt. 44%). Viele Widescreen Fernseher haben
hier einen zusätzlichen Ausgleich der die Balken vollständig verschwinden läßt.
Pan & Scan bedeutet, daß ein schmalleres TV-Fenster auf einem breiteren Filmbild ausgerichtet
und gezoomt wird und dabei die Seiten abgeschnitten werden (chopping).
Die meisten Filme werden heutzutage mit leichter Abdeckung gedreht, was beduetet, das ein
1.33 Seitenverhältnis genommen wird.
Für nähere Details und weitere optische Hilfen verweise an dieser Stelle auf die Seite
cheezmo.com/wsmc, die Themen behandelt die sich ausfühlrilich damit beschäftigen wie
ein Kinofilm auf Video übertragen wird.

Nachdem ein Videoflm zu Vollbild oder Breitbild-format übertragen wurde, wird dieser codiert
und auf DVD gespeichert. DVD-Player haben 4 Abspielmodi, einen für 4:3 und drei für 16:9 Video.
full frame (4:3 Video für 4:3 Anzeige) auto letterbox (16:9 anamorphisches Video für eine 4:3 Anzeige)
auto pan & scan (16:9 anamorphisches Video für eine 4:3 Anzeige)
widescreen (16:9 anamorphisches Video für eine 16:9 Anzeige)
Videos die im 4:3 Format gespeichert wurden werden nicht vom DVD-Player verändert. Diese
werden im standard 4:3 Formaat angezeigt. Widescreen Systeme vergrößern die Anzeige oder
fügen schwarze Balken zu den Seiten hinzu. 4:3 Videoformate können mit LBX oder Pan & Scan
Verfahren formatiert werden bevor sie auf die DVD übertragen werden. Alle zuvor angewendeten
Formatierungen sind für den DVD-Player transparent.

Der Vorteil anamorphisch generierter Bilder ist der das die Anzeige "nur" horizontal gestaucht wird.
DVD hat ein Rahmenformat das darauf ausgelegt ist 1.33 Seitenverhältnisse anzuzeigen. Damit
muß es immer noch nachgetrimmt werden, jedoch nur imn der Breite. Man ereicht daher ein Plus von
33% an Pixeln in der Anzeige des aktiven Bildauschnitts (anstatt schwarzen Balken darzustellen).
Anamorphisches Video ist daher verständlicherweise am besten auf Widescreen-Fernsehern
(Beamern o. ä.) darstellbar.

Obwohl nahezu alle Computer 4:3 Monitore haben, sind hier höhere Auflösungen möglich und
damit eine Anzeige von vollem Breitbild in einem Fenster (854x480 px und mehr für NTSC, sowie 1024x576 px und mehr für PAL).
Anamorphisches Video kann von einem DVD-Palyer zu 4:3 Format konvertiert werden (LBX oder Scan & Pan).

Wird anamorpisches Video unverändert auf Fernsehern dargestellt, so sehen z.B. die Gesichter der Menschen
lang und dünn aus...

Die Einstellmöglichkeiten von DVD-Playern ermöglichen eine Wahl zwischen 16:9 oder 4:3 Formaten.
Im Falle von 4:3 TV gibt es normalerweise eine zusätzliche Option die das Verhalten der Darstelung
und Re-Formatierung von anamorphischen Videos bestimmt (wieder in pan & scan oder in LBX Modi).

 



Original Breitbild


4:3 Auschnitt aus Breitbild


LBX-Format auf 4:3 TV


Breitbild auf 16:9 TV


Anamorph auf 4:3 TV

Die Darstellung von Widescreen kann vom Hersteller unterdrückt werden. Programme können für
folgende Darstellungen "markiert" werden.

- 4:3 Vollbild
- 4:3 LB (für das senden von letterbox expand Signalen an Widescreen-TVs)
- 16:9 LB only (DVD-Player erlaubt nicht kein pan&scan auf 4:3 TVs)
- 16:9 PS only (DVD-Player erlaubt nicht kein LBX auf 4:3 TVs)
- 16:9 LB or PS (der Zuschauer kann ein Format wählen)
Man kann sich an den Aufdrucken auf den Video-Boxen orientieren, welcher Film welches Format
unterstützt. Diese sind gewöhnlich mit "enhanced for 16:9 widescreen" oder ähnlich gekennzeichnet.
Falls der Film nur mit "widescreen" gekennzeichnet ist, so besteht die Möglichkeit, daß dieser
lediglich LBX auf 4:3 nicht aber auf 16:9 darstellt.
Auf der Laserview Homepage finden Sie eine Liste von anamorphischen DVD Titeln.

Weiterführende Erläuterungen über anamorphische Videos auf...


http://www.thedigitalbits.com/articles/anamorphic/welcome.html

sowie
Greg Lovern's What's an Anamorphic DVD? Homepage,
Bill Hunt's Ultimate Guide to Anamorphic Widescreen DVD
David Lockwood's What Shape Image?
Dan Ramer's What the Heck Is Anamorphic?
Es gibt hervorragende, animierte Illustrationen auf DVD Web (nur mit Flashplayer zu betrachten).

2.4 Audio Details


Abbildung: Surround-Anordnung bei 5.1

Es gibt zwei wesentliche Anwendungen von DVDs im Home-Entertainmentbereich: DVD-Video
und DVD-Audio. Beide unterstützen Mehrkanal High-Definition Audio, wobei DVD-Audio höherwertiges
PCM-Audio unterstützt.
Es gibt eine nahezu nicht überschaubare Anzahl an Audioformaten für DVD. Darunter Linear PCM,
Dolby Digital, MPEG Audio, DTS, SDDS, THX....
DVDs die 526/60 Video (NTSC) enthalten, müßen mit PCM oder Dolby Digital auf mindestens einer
Spur bespielt werden. Disks die 625/50 Video (also PAL/SECAM) enthalten müßen mit PCM, MPEG
Audio oder Dolby Digital auf mindestens einer Spur bespielt werden. Weitere Spuren können mit
beliebigen Formaten bespielt werden. Die PAL-Systeme verdanken. Ein paar DVD-Player der ersten
Generation, wie z.B. von Matsushita können kein MPEG-2 Audio an externe Decoder ausgeben.
Aufgrund von 4% Geschwindigkeitszunahme von 24fps auf 25 fps bei PAL muß das Audio angepaßt
werden. (Dabei können Höhenunterschiede in der Tonlage von einem halben Halbton entstehen).
Für die Ausgabe von Stereo (analog oder digital) haben alle Player einen eingebauten Zweikanal
Dolby-Digital Decoder der von 5.1 Format (wenn auf der DVD unterstützt) auf Dolby Surround Stereo
runterformatiert. PAL-Palyer haben zusätzlich einen MPEG oder MPEG-2 Decoder.
Sowohl Dolby Digital als auch MPEG-2 unterstützen Zweikanal-Dolby Surround als Quelle, falls der
Hersteller der Disk das Original nicht auf diskrete Kanäle Remixen kann oder will.
Dies beduetet jedoch das eine mit Dolby Digital gekennzeichnete DVD lediglich den L/R Kanal
nutzen könnte für Surround oder einfaches Stereo. Sogar alte in Mono -Technik aufgezeichnete Filme
können Dolby-Surround nutzen - aber nur mit einem oder zwei Kanälen. Sony DVD-Player haben
hierzu einen "Downmix" auf surroundloses Stereo. Falls Ihnen Surround Audio wichtig ist, werden Sie
bessere Resultate von Mehrkanaldisks erreichen wenn Sie ein Dolby Digital System nutzen.
Zusammenfassend kann man sagen daß eine DVD-Video Disc bis zu 8 Audiospuren
(auch Tracks oder Streams genannt) haben kann.

Jeder Track kann einen der folgenden Formate
haben:

- Dolby Digital (ehemals AC-3): 1 bis zu 5.1 Kanal
- MPEG-2 Audio: 1 bis zu 5.1 oder 7.1 Kanal
- PCM: 1 bis zu 8 Kanal

Desweiteren wurden viele Features eingebaut und von den DVD-Playern unterstützt die leider nicht
immer genutzt werden:

-Dolby Digital Surround EX Kompatibilität
-Dynamic Range Compression (DRC) um leise Passagen des Films auch bei niedriger
Lautstärke duetlich zu verstehen (auch Midnight Mode genannt).
-Dialog Normalization, welches erlaubt den Lautstärkepegel zu halten wenn zwischen
verschiedenen Wuellen gewechselt wird. So enthält jeder Dolby Digital Track eine
Loudness Information die es dem Empfänger ermöglicht z.B. bei übertrieben lauter Werbung
automatisch herunterzuregeln (auch dies kann leider von den Werbemachern wiederum umgangen werden).
- Karaoke-Modus, mit Zwei-Kanal (L/R) Stereo und einem zusätzlichen Melodychannel (M),
sowie zwei optionale Voicechannel (V1 und V2)

Eine DVD-5 mit nur einer Surround Stereo Spur (bei 192 kbps) kann über 55h Audio speichern.
Eine DVD-18 schafft hierbei über 200 h.

Viele beschweren sich darüber das der Audio Level bei DVD-Playern zu niedrig ist.
In Wahrheit ist aber der Audio Level von allem Anderen viel zu hoch.
Film Soundtracks haben extreme dynamische Bereiche, von nahezu Lautlosigkeit bis zu intensiven
Explosionen. Um diesen erweiterten Bereich ohne Verzerrungen abzudecken muß der durchschnittliche
Pegel niedriger angesetzt werden. Dies hat zur Wirkung, daß der Line-Ausgang von DVD-Playern niedriger
angesetzt ist als bei nahezu allen anderen Quellen. Damit ist der Ausgangslevel konsistenter als bei anderen
Audioquellen. An manchen DVD-Playern kann das Ausgangssignal eingestellt werden (oder das Eingangssignal
an manchen Empfängern).

Weitere Informationen über Mehrkanal Surround Sound findet man auf Bobby Owsinski's FAQ

2.5 Interaktivität

DVD-Video Player (und software DVD-Video Navigatoren) unterstützen eine Kommandosammlung
welche rudimentäre Interaktivität unterstützt.
Die Hauptaufgabe sind hier Menues welche auf fast allen Disks die Möglichkeit eröffnen inhaltliche
Einstellungen sowie erweiterte Einstellungen wie z.B. Sprachauswahl und Untertitel in verschiedenen
Landessprachen einszustellen. Jedes Menü hat eine nichtanimiere Grafik mit bis zu 36 wählbaren
zustandsabhängigen Schaltflächen.
Fernbedienungen haben hierzu vier Pfeiltasten um die Schaltflächen zu wählen. Nummerntasten für
Direktwahl, Auswahltasten (Ok), Menutasten, und Eingabetasten (Enter).

Zusatzliche Tasten können mit Standbild, "Bild für Bild", Zeitlupe, Zeitraffer, Srpung vor, Sprung zurück,
Audiowahl, Untertitelwahl, Kamerawinkel, Abspielmodus, Programmwahl, Kapitelwahl, Zeitwahl
(bestimmter Zeitpunkt).
Jede dieser Zusatzoptionen kann vom Hersteller der DVD abgeschaltet werden.
Desweiteren können einfache mathematische Funktionen zu den Kommando-Optionen
gehören (Add, Subtract, Multiply, Divide, Modulo, Random,Bitwise AND, Bitwise OR, Bitwise XOR,
und Vergleiche (equal, greater than,...), Register loading, Moving, und Swapping).

Es gibt 24 Systemseitige Register für Infrmationen über Landercode, Audio und Bild in
Bild-Einstellungen sowie Altersbeschränkungen.
Es gibt 16 Register für grundlegende Steuerbefehle. Auch wird ein Countdown durch einen Timer
ermöglicht. Befehle können mit anderen Befehlen verknüpft oder sequentiell abgearbeitet werden.
Über Eingaben kann man Player-Einstellungen machen, zu verschiedenen Teilen der Disk springen
und die Darstellung von Audio Video, Bild in Bild und Kamerawinkel einstellen...

DVD-Video Inhalte sind in "Titel" (titles) unterteilt diese entsprechen einem Film oder Musikalbum.
Außerdem werden sie in Teiltitel ("parts of titles") unterteilt, was in etwa einem Kapitel bzw.
Song entspricht. Titel werden aus Zellen ("cells") gemacht, welche über ein oder mehrere
Programmketten ("program chains" auch PGC genannt) miteinander verlinkt sind
Eine PGC gehört zu einer der folgenden Arten : sequentiell, zufällig (mit optionaler Wiederholung),
oder shuffle (zufällig ohne Wiederholung).

Zusätzliches Material für andere Kamerawinkel oder nahtloses Branching ist abgelegt in kleinen
Chunks. Der DVD-Player springt von Chunk zu Chunk und übergeht dabei nichtgenutzte
Kamerawinkel oder Verzweigungen um das Video nahtlos aneinaderzufügen.

Da Kamerawinkel separat gespeichert werden ändern diese nicht die Bitrate jedoch aber die
Spielzeit. Ein zusätzlicher Kamerawinkel verdoppelt den benötigten Speicherplatz (und halbiert die Spielzeit).

Beispiele für Verzweigungen (nahtlos oder auch nicht) gibt es z.B. bei Kalifornia, Dark Star, Stargate SE (alles engl. Versionen).

 

2.6 Edge Enhancement

Wenn Filme auf Video übertragen werden und dafür DVD-Codierung vorbereitet werden, so werden
verschiedene Digitale Verarbeitungsschritte angewendet um die Aufnahme zu "säubern".
Hierzu gehören auch Noise Reduction (DVNR) um Rauschen der Aufnahme zu beseitigen und
Image Enhancement.
Enhancement erhöht den Kontrast (ähnlich dem Photoshop-Filter "sharpen" oder "unsharp mask"),
kann aber bei zu starker Anwendung Übergänge zwischen Hell und Dunkel, sowie Farbwerte
verfälschen, so daß ein "gemeißelter" Effekt entsteht oder ein "Ringing"-Effekt wie bei
Straßenlaternen im Regen. Video Noise Reduction ist eine tolle Sache, wenn es richtig angewendet
wird. Dabei können Kratzer, Flecken und andere Fehler des Originalfilms vollständig entfernt werden.

Wird das Enhancement nicht korrekt gemacht, so wirkt der überarbeitete Film zwar schärfer und
klarer bei oberflächlicher Betrachtung, jedoch gehen die Feinheiten der Übergänge verloren oder
werden verfälscht.
Hinweis: "Ringing"-Effekte können auch durch den DVD-Player oder Fernseher (Beamer...) verursacht
werden, wenn z. B. Scan Velocity Modulation (SVM) angewendet wird.

2.7 BCA

BCA ist die Abkürzung für Burst Cutting Area, ein Bereich nahe des Lochs der DVD, der für
Barcodes reserviert ist welche mit einem YAG-LAser eingebrannt werden können
(ähnlich wie bei der CD-ROM). Da das Einbrennen des Barcodes unabhängig von der Pressung
der DVD ist, könnte jede DVD auf diesem Wege eine eindeutige Seriennummer erhalten.
DVD-Player sind in der Lage die BCA zu lesen.

2.8 Kopierschutzverfahren

CPSA (content protection system architecture von Intel, IBM, Matsushita, and Toshiba) deckt die
Bereiche Verschlüsselung, Wasserzeichen, Schutz der analogen und digitalen Ausgangsdaten und
ähnlichem...

CPSA besteht aus folgenden Teilen:

1) Analog CPS (Macrovision)
Dieses Verfahren soll das kopieren von DVD-Videos auf analoge Videorecorder verhindern. Dabei
wird ein Störsignal an den Videorecorder gesendet (etwa 1 mal pro Sekunde), welches auf digitalen
Playern nicht sichtbar ist. Der Hersteller der DVD entscheidet ob er diese Technologie nutzen möchte
und zahlt dafür Lizenzgebühren an Macrovision.

2) CGMS
Jede Disk enthält Imformationen ob ihre Inhalte kopiert werden dürfen. Falls nicht wird an das
Abspielgerät ein Signal gesendet das deutlich macht das keine Kopien gemacht werden dürfen.
Video- und Camcorder müssen dieses Signal "achten" damit dieses Kopierschutzverfahren
funktioniert (diese zeigen dann in etwa "recording inhibited" an). Dieses Verfahren soll Teil vieler
neuer Technologien werden (z.B. IEEE 1394/Fire Wire), ist jedoch noch nicht gänzlich entwickelt.

3) Content Scrambling System (CSS)
Das wohl bekannteste Kopierschutzverfahren stammt von Matsushita und Toshiba. Dabei wird
ein Schlüssel zwischen DVD-Disk und Player ausgetauscht, welcher feststellt ob es sich um
eine original DVD-Disk handelt. Wenn dieser Schlüssel auf der Disk fehlt, so erkennt der DVD-Player
das es sich hier um eine Bitweise kopierte DVD handelt und spielt diese nicht ab. Es handelt sich
hierbei um ein Authorisierungs- und Verschlüselungsverfahren bei dem jeder Kopie ein Schlüssel
aus 400 Möglichkeiten gegeben wird, welche auf jeder CSS-verschlüsselten Disk gespeichert werden.
Computerseitig müßen Hard- und Software ein CSS-Entschlüsellungsmodul besitzen um DVDs
abzuspielen. Die Herstellerlizenz untersagt strengstens die Weitergabe des CSS-Algorithmus.
Jedoch kann natürlich nichts das weltweit in Millionen von DVD-Playern integriert ist lange geheim
gehalten werden... Im Oktober 1999 wurde der CSS-Algorithmus gecrackt und im Internet veröffentlicht,
was zu endlosen Kontroversen und Rechtstreits führte (siehe auch unter 4.4).

4) Content Protection for Prerecorded Media (CPPM)
CPPM ist das CSS für DVD-Audio. Schlüssel werden hier in der Einführungsebene gespeichert,
Der Disk-Schlüsel wird durch einen "Album identifier" ersetzt. Der Authentifizierungsmechanismus
ist der gleiche wie bei CSS, so das keine Änderungen an den Laufwerken gegenüber CSS gemacht
werden müßen. Eine Disk kann sowohl CSS als auch CPPM enthalten.

5) Content Protection for Recordable Media (CPRM)
CPRM ist ein Mechanismus der Daten an das Aufnahmemedium bindet auf dem diese gespeichert
sind. Alle nach 1999 entwickelten DVD-Playeer unterstützen dieses Verfahren. Jede "leere" DVD
hat eine eindeutige 64-Bit Disk-ID die in die BCA eingebrannt ist (siehe 2.7). Werden die Inhalte auf
eine andere Disk oder andere Medien kopiert, so weicht die ID ab und die Daten können nicht
entschlüsselt werden.

6) Digital Copy Protection System (DCPS)
Um qualitativ hochwertige (perfekte) Kopien zwischen Komponenten zu verhindern wurden der
CEA fünf digitale Kopierschutzverfahren vorgeschlagen. Der Vorreiter sit hierbei DTCP (digital
transmission content protection) mit Schwerpunkt auf IEEE 1394/Fire Wire. Der Schutz kann
aber auch auf andere Protokolle übertragen werden. Im wesentlichen wird hierbei wieder ein
Authentifizierungsverfahren angewendet, welches verhindert, das andere Devices mithören und
übertragene Daten zwischen Disk und Player mitschneiden wenn diese nicht Teil des abhörsicheren
Datenkanals sind. Diese Technik ist nicht Pflicht und es gibt fünf ahnliche Bestrebungen der
Hersteller eine digitale Kopierschutzfunktion zu entwickeln. Damit könne dann digitale Geräte
solange das Signal empfangen wie diese an die Quelle eine Authentifizierung schicken,daß Sie nur
Daten lesen können, nicht aber aufzeichnen. Diese Verfahren sind grundsätzlich für die nächste
Generation von Digital-TVs, Digital-Empfängern und digitalen Videorecordern gedacht. Diese sind
frühestens 2001 zu erwarten. Da dieses Verfahren hardwareseitig realisiert wurde sind keine
zusätzlichen Änderungen an den Disks nötig.


Abbildung: Digital-Camera und DVD-Laufwerek als Vertreter der "Digital Devices"

2.9 Schreibweise and Einheiten

In der DVD-Welt gibt es leider eine unglückliche Wahl der Maßeinheiten.

Dazu ein Beispiel:
Eine Single-Layer DVD speichert 4.7 Milliarden Bytes (G Bytes), nicht Gigabytes (GB).
In Gigabytes ausgedrückt wären dies nur 4.37 GB.
Damit speichert eine doppelseitige DVD Dual-Layer-Disk nur 15,90 GB (entspricht 17 Milliarden
Bytes).
Diese Probleme residieren aus der Tatsache das bei Computern bei Kilo nicht 1000 sondern
1024 (aus dem Dualen Zahlensystem) gemeint ist. Dieser Fehler wirkt sich bei den großen
Datenmengen der DVD um so gravierender aus.
Dies scheint natürlich eine sinnlose Feststellung, wer jedoch 4.7 Gigabytes an Daten
(laut Betriebssystem) speichern möchte wird schnell feststellen, daß er eine DVD-R verschwendet
hat, die lediglich 4.4 Gigabytes speichern kann.

Um die Sache noch schlimmer zu machen werden Datentransfer-Raten in bits pro Sekunde
gemessen, welche immer als Vielfache von 1000 angegeben werden. Werden diese jedoch in Bytes
pro Sekunde angegeben so sind sie Vielfache von 1024. Alles klar???
Beispiel: Ein 1x DVD-Laufwerk überträgt 11.08 Millionen Bits pro Sekunde (Mbps). Dies sind
1.385 Millionen Bytes pro Sekunde aber nur 1.321 Megabytes pro Sekunde.
Die 150 KB/s 1x Datenrate für CD-ROM Laufwerke ist "richtige" kilobytes pro Sekunde, während die
Datenrate aber 153.600 bytes pro Sekunde ist.

1998 wurden von der IEC (www.iec.ch) neue Vorzeichen für Vielfache von binären Einheiten eingeführt:
kibibytes (KiB), mebibytes (MiB), gibibytes (GiB), tebibytes (TiB), ...
Ob sich diese durchsetzen werden ist fraglich, da sie zu noch mehr Verwirrung führen könnten und sich
auch ziemlich dümmlich anhören...

3 DVD-Video

3.1 Vorteile/Nachteile und Merkmale von DVD-Video

Vorteile

Über 2 Stunden digitales Video in höchster Qualität ( auf einer zweiseititgen, 2-schichtigen CD können
8 Stunden Video in höchster Qualität oder 30 Stunden in VHS Qualität enthalten sein). Unterstützung von
Widescreen Filmen auf Standard oder Widescreen Fernsehern (4:3 oder 16:9 Bildseitenverhältnis).
Bis zu 8 verschiedene Tracks in Digitaler Audio Qualität ( Mehrsprachenunterstützung ), jeder Track mit
bis zu 8 Kanälen. Bis zu 32 Untertitel/Karaoke tracks. Unterstützung von Videos mit unterschiedlichen
Handlungssträgen. Der Übergang zwischen diesen unterschiedlichen Enden erfolg nahtlos. Unterschiedliche
Kameraperspektiven ( bis zu 9 Stück). Menüstrukturen und einfache Interaktivität für Spiele oder Puzzles.
Direktes Vor- oder Zurückspulen an beliebige Stellen in sehr schneller Geschwindigkeit. Direktes Anspringen
von einzelnen Lieder, Zeitpunkten oder Kapiteln in einem Film. Sehr haltbares Medium, da keine physikalische
Abnutzung durch Abspielen entsteht. Keine Empfindlichkeit gegen magnetische Felder.
Hitzebeständigkeit. Handliches Format.

Bemerkung: Die meisten DVD's enthalten aber nur ein Subset der obigen Mäglichkeiten.

Die meisten Wiedergabegeräte enthalten folgende Elemente:

Auswahl der Sprache Spezielle Wiedergabetechniken wie z.B. Einfrieren, Einzelbild, Zeitlupe, Zeitraffer
Schutz von nicht jugendfreien Filmen über Passworteingabe
Programmierbare Wiedergabe der einzelnen Sequenzen
Zufälliges abspielen und wiederholen
Digitale Audio Ausgabe (PCM Stereo und Dolby Digital) Kompatibilität zu Audio CDs

Zusätzlich enthalten manche Wiedergabegeräte noch folgende Merkmale:
Component video Ausgabe (YUV or RGB) für eine höhere Bildqualität Progressive-scan component
Ausgabe (YUV or RGB) für höchste Qualität Digitale Video Ausgabe (SDI, 1394, or DVI) für perfekte digitale
Bildqualität
Sechskanal analoge Audio Wiedergabe durch einen internen Audio Decoder
Kompatibilität zu Video CDs, Super Video CDs und laserdiscs Kompatibilität zu MP3 CDs
Einzelbildausgabe in umgekehrter Reihenfolge Filme rückwärts anschauen :-)
Mehrsprachige On-Screen Display Kapazität für mehrere Medien Digitalen Zoom
(2-fach oder 4-fach für Vergrößerungen einzelner Bildteile)

Nachteile

Die begrenzte Verfügbarkeit und Verbreitung von Filmen, anderen Videoprogrammen und Computer Software
auf DVD. Inkompatibilitäten zwischen den Spezifikationen und den unterschiedlichen Wiedergabegeräten der
Hersteller. Dadurch lassen sich manche DVDs nur auf bestimmten Geräten abspielen. Bisher gibt es keine
Möglichkeit zum Aufzeichnen von eigenen DVDs Ein eingebauter Kopierschutzmechanismus und ein
Regionalcode Durch die die digitale Aufzeichnung der Audio Daten tritt ein Verringerung des dynamischen
Bereichs auf HDTV wird nocht vollständig unterstützt.

Einige DVD Abspielgeräte sind nicht in der Lage CD-R CDs zu lesen Bisherige DVDs können keine DVD-RAM
lesen Rückwärtsabspielen von Filmen ist bei nur sehr wenigen Geräten möglich Nicht alle Wiedergabegeräte
unterstützen alle Möglichkeiten der DVD


3.2 Güte von DVD-Video (MPEG...)

DVDs können Video in beinah Studioqualität enthalten. Die Audio Qualität liegt jenseits der von der CD
bekannten Qualität. DVD ist weit besser als Videobänder und auch besser als die Laserdisc. Die Güte einer
DVD hängt jedoch in starkem Maße von der Produktion ab. Mit zunehmender Erfahrung und neuen
Technologien der Hersteller wird die Qualität noch weiter steigen. Es wird selbstverständlich auch mehr
schlechte DVDs dadurch geben.

Eine DVD wird meistens direkt von den digitalen Master Bändern eines Studios ins MPEG-2 Format
aufgezeichnet. Dieser Prozess reduziert die Redundanten Anteile im Eingangssignal. Desweiteren werden
die Teile die für das menschliche Auge nicht sichtbar sind weggelassen. Das Ergebnis dieses
Umwandlungsprozesses ist ein Video das bei besonders schnellen Bewegungen oder sehr komplexen
Ausgangsbildern einige Streifen enthalten kann. Die durchschnittliche Datenraten liegen zwischen 3,5 bis 5 Mbps
(Millionen Bit pro Sekunde). Artefakte können ebenso manchmal auftreten. Höhere Datenraten bringen
selbstverständlich auch eine bessere Qualität. Eine Datenrate von 6 Mbps oder höher erzeugt hierbei eine vom
Original kaum unter- scheidbare Kopie. Mit zunehmender Verbesserung der MPEG Kompression können immer
bessere Qualitäten bei niedrigeren Datenraten erzielt werden.

DVD Filme enthalten manchmal sichtbare Artefakte wie z.B. Farbverschiebungen, Grobkörnigkeit, Unschärfe.
Die Bezeichnung Artefakt bezieht sich aber immer nur auf Effekte, die im Original nicht vorhanden waren. Sie
können durch schlechte MPEG Kompression hervorgerufen werden, sind aber oft die Ursache von schlecht
eingestellten Fernsehern, defekten Kabeln, elektrischen Störungen, Gerätefehlern oder Lesefehlern.

Frühe DVDs waren nicht von sehr hoher Qualität. Dies zeigt auch wie schlecht DVDs sein können, wenn sie
nicht sorgfältig hergestellt worden sind. Viele DVDs sind zu schnell und schlampig produziert worden um so
schnell als möglich auf den Markt zu kommen.

Die Schärfe der meisten Fernsehgeräte ist zu hoch eingestellt für die Klarheit und Brillianz von DVDs.

Die Audio Qualität von DVDs ist hervorragend. DVD beinhaltet die Möglichkeit zur Verwendung von
PCM (Pulse Code Modulation). Diese kann Audio Daten mit Sample Raten jenseits der einer Audio CD enthalten.
Alternativ dazu werden die Audio Daten als diskrete, mehrkanal surround Klänge im Dolby Digital oder
DTS Verfahren gespeichert. Diese kommen den Verfahren wie sie in modernen Kinos eingesetzt werden
sehr nahe. Genau wie bei der Videoqualität hängt auch die Audio Qualität von dem eingesetzten Verfahren und
der Sorgfalt beim erstellen ab. Trotz der Kompression besitzen die Audiodaten ein Qualität die der der Audio CD
überlegen ist.


3.3 Über Regional- und Ländercodes

Was ist ein Regional Code, ein Ländercode?
Die Filmstudios wollen die Erscheinungstermine von Filmen in verschiedenen Ländern kontrollieren, da die Filme
zu unterschiedlichen Zeiten in den Kinos anlaufen (ein Kinofilm aus den USA erscheint dort gerade auf Video
wenn er bei uns die Kinos kommt). Die Wiederverkaufs- und Vertreibsrechte werden manchmal an einzelne
Distributoren verkauft, so daß diese dann einen exklusiven Markt beliefern können. Deshalb ist bei der
Verabschiedung des DVD Standards ein Code integriert worden. Dieser soll verhindern das DVDs aus anderen
geographischen Regionen abgespielt werden können. Jeder Abspielgerät soll ebenso mit einen Code versehen
sein, je nach der Region in der er Verkauft wird, sodaß die Geräte nur Filme aus der entsprechenden Region
abspielen können.

Regional Codes sind aber nur ein optionales Feature von DVDs, das heisst, das der Hersteller selbst entscheiden
kann ob er einen Regionalcode auf die entsprechende DVD schreibt oder auch nicht. Der Regionalcode beinhaltet
keine Verschlüsselung der Daten, sondern er ist vielmehr nur ein Byte auf der CD die den Code enthält. Bisher
sind fast alle DVDs mit einem Regionalcode versehen der sie so nur in einer Region abspielbar macht.

Die Welt wurde in 8 Regionen aufgeteilt. Die Geräte und DVDs werden durch eine Zahl die auf einer symbolischen
Weltkugel steht identifiziert. Wenn eine DVD in mehreren Regionen abgespielt werden kann, so stehen auch
mehrere Zahlen auf dieser Weltkugel.

Die Regionen sind folgendermaßen eingeteilt:

1: USA, Canada
2: Japan, Europa, Südafrika, und der Mittlere Osten (inklusive Ägypten)
3: Südostasien, Asien (inklusive Hong Kong)
4: Australien, Neuseeland, Pazifischen Inselgruppen, Zentralamerika, Mexiko, Südamerika und die Karibik
5: Ost Europa (ehemalige Sowjetunion), Indische Subkontinent, Africa, Nord Korea und die Mongolei
6: China
7: reserviert
8: sonstige (Flugzeuge, Kreuzfahrtschiffe, usw.)

 

Informationen dazu wie man seinen DVD Abspielgerät codefrei macht finden sich unter folgenden Internetadressen:

Code Free DVD, dvdkits.com, DVD Upgrades, DVD, In the World, Link Electronics, PlanetDVD, 7thZone, Techtronics,
Upgrade Heaven und rec.video.dvd

Es ist nicht illegal seinem Gerät den Regionalcode zu entfernen.

Regionalcodes gelten zwar auch für DVD-ROM Systeme, sind aber nur bei DVD Video CDs eingesetzt.

DVD Laufwerke für den Computer untersuchen die DVD vor der Wiedergabe auf den Regionalcode. Neuer Laufwerke
(auch RPC2 genannt) bieten die Chance den Regionalcode durch ein Anzahl begrenzt zu wechseln. Nach dem
5. Wechsel können diese Laufwerke auch nicht mehr Wechseln. Nur der Hersteller kann diese Zahl zurücksetzen.

Im Internet finden sich Tools mit denen der Zustand des Laufwerks ausgelesen werden kann.


3.4 DVD-Video und Fernsehformate (PAL, NTSC, SECAM)

Das MPEG Video auf einer DVD ist in einem digital Format gespeichert, aber ist in eins von zwei inkompatiblen Fernsehformaten
vorformatiert worden ( 525/60 (NTSC) oder 625/50 (PAL/SECAM) ).
Es gibt drei wesentliche Unterschiede zwischen den beiden Formaten: Bildgröße (720x480 oder 720x576) Bildseitenverhältnis
Bilder pro Sekunde (29.97 oder 25).

Deshalb gibt es 2 Arten von DVDs: NTSC DVDs und PAL/SECAM DVDs.

Ein Film wird normalerweise mit 24 Bilder pro Sekunde aufgezeichnet. Filme die für PAL bearbeitet werden sind normalerweise
um 4% schneller abgespielt. Dadurch müssen auch die Audiodaten dem angepaßt werden. Alle PAL DVD Wiederagbegeräte
können Dolby Digital Audio Tracks wiedergeben aber nicht alle NTSC Geräte können mit MPEG Audio Tracks ungehen.
Der einzige Unterschied zwischen den Wiedergabegeräten für PAL und SECAM besteht darin das die SECAM Geräte die
Farbsignale in dem Format für SECAM Fernseher wiedergeben. Es gibt Geräte die nur NTSC DVDs wiedergeben können, andere
können nur PAL DVDs wiedergeben.

Es gibt aber auch Geräte die beides können. Alle geräte die in PAL Länder verkauft werden können beides. Diese Geräte die
beide Standards können konvertieren das NTSC Signal in ein 60Hz PAL Signal.

Es gibt zur Zeit 3 verschiedene Typen von Wiedergabegeräten wenn man den Computer und die Laufwerke dafür dazunimmt.
Die Software für den PC kann meistens beides NTSC und PAL und sowohl Dolby Digital als auch MPEG Audio. Einige Computer
können die Ausgabe nur auf dem Bildschirm vornehmen andere wiederum haben einen Ausgang an den man einen normalen
Fernseher (meistens PAL) anschliessen kann.

Bemerkung: NTSC DVDS mit Dolby Digital Audio stellen 95% der weltweit verfügbaren DVDs dar.

3.5 DVD-Video und Audioformate (Dolby Digital AC-3, AC 5.1, DTS)

Die meisten DVD Videos enthalten einen Dolby Digital Soundtrack. Jedoch muß das nicht so sein. Einige DVDs, vor allem
diejenigen die nur Audio enthalten sind mit PCM aufgenommen. Es ist auch möglich das PAL DVDs nur MPEG Audio enthalten,
was jedoch nicht sehr oft vorkommt.

Man darf nicht annehmen, das die Auszeichnung Dolby Digital ein Garant für 5.1 Kanäle ist. Ein Dolby Digital Soundtrack kann
mono, zweikanal mono, stereo, Dolby Surround Stereo, usw. sein. Manche DVDs enthalten unter dem Symbol für Dolby Digital
ein Aussage über die verwendeten Kanäle.

3.6 Ostereier (versteckte Funktionen)

In einigen DVD Filmen sind versteckte Funktionen enthalten. Diese werden oft auch als Ostereier (Easter Eggs) bezeichnet.
Sie stellen zusätzliche Video Clips oder sonstige Überraschungen dar uns sind vom Herstellerauf der DVD versteckt worden.
Es macht zwar mehr Spaß diese Ostereier selber zu finden, aber wer etwas Hilfe benötigt kann mal unter der Internetseite
www.dvdreview.com nachschauen und dort wielleicht ein paar Tipps finden.

4 Andere DVD Anwendungen

4.1 DVD-Audio und Music DVD

Als der DVD Standard im Jahre 1996 verabschiedet wurde gab es noch kein DVD Audio Format, obwohl die Audio Möglichkeiten
weit über die der Musik CD hinausgehen. Im Februar 1999 wurde von der DVD Forum Working Group (WG4) eine zusätzliche
Spezifikation für DVD Audio verabschiedet. Da diese aber keine Kopierschutz beinhaltet wurde die Einführung noch weiter verzögert.

Inzwischen beinhaltet der DVD Video Standard auch die Spezifikation für Surround Sound Audio.

DVD Audio ist ein eigener Standard. Dieser enthält auch Spezifikationen die über die einer DVD Video hinausgehen, sodaß
DVD Audio in DVD Video Player nicht immer abspielbar sein muß. Die Audio Daten werden in einem eigenen verzeichnis auf der
DVD gespeichert (AUDIO_TS). Deshalb werden neue Player benötigt diese werden auch VCAPs (Video-capable Audio Players)
genannt. DVD Audio ist kopiergeschützt durch ein digitales Wasserzeichen.

Um weitere Informationen zu verschiedenen Geräten zu erhalten, empfiehlt sich ein Besuch der Internetseite www.digitalaudioguide.com

4.2 DVD und Computer

Computer können DVDs ebenfalls abspielen. Das Betreibssystem und die Software die für das Abspielen notwendig ist muß
Regoionalcodes unterstützen und die Lizenz zum Abspielen von Kopiergeschützten Filmen besitzen. Es kann notwendig sein eine
extra Software einzusetzen die das MicroUDF Format lesen kann in dem die DVDs geschrieben werden. Extra Treiber werden aber
nicht benötigt, da zum Beispiel die CD-ROM Treiber von Microsoft auch mit DVD Laufwerken zu Recht kommen. Der Computer
muß aber in der Lage sein, die Decodierung der MPEG-2 Videos und des Dolby Digital oder MPEG-2 Audio Signals in Echtzeit
vorzunehmen. Für eine gute Qualität wird mindestens ein 350 MHz Pentium II oder ein Mac G4 benötigt. Weniger als 10% der neuen
Computer besitzt einen Decoder in Hardware, da die Software Lösung wesentlich billiger ist. Es gibt für ältere Computermodelle
Upgrade Kits die dann bereits ab einem 133 MHz Pentium oder Mac G3 laufen. Diese sind bererits ab 150.- DM erhältlilch.

Microsoft Windows 98 und Windows 2000 beinhalten Directshow, womit standardmäßig DVD Video und MPEG-2 unterstützt werden.
Für Windows 95 kann Direct Show heruntergeladen werden. DirectShow erstellt aber nur eine Umgebung für DVD Anwendungen.
Es ist weiterhin notwendig ein Software Decoder zu verwenden. Windows NT unterstützt DVD-ROM Laufwerke für Daten, aber besitzt
nur eine geringe Unterstützung für die Wiedergabe von DVD Videos.

Appple QuickTime 4 ist teilweise auch für DVD Video und MPEG-2 vorbereitet, aber ist bis jetzt noch nicht in der Lage DVD
Wiedergabe voll zu unterstützen. MAC OS 8.1 und die folgenden Systeme können UDF formatierte CDs lesen. Die QuickTime
MPEG Extension für MAC OS ist nur für MPEG-1 und unterstützt MPEG-2 DVD Video nicht.

Einige DVD-ROMs und einige wenige DVD-Videos benützen den MPEG-1 Codec anstatt MPEG-2.

Die meisten DVD Player Anwendungen stellen einen virtuellen DVD Player dar und besitzen somit die Fuktionalität eines Standalone
Gerätes. Zusätzlich bieten manche Programme weitere Funktionalitäten an, wie z.B. Bookmarks, Kapitelverzeichnisse und weitere
Untertitelfunktionen.

Eine unvollständige Aufzählung von Software Decodern und Anwendungen für Microsoft PCs:

ATI: Eine spezielle Version der CineMaster Software für diverse ATI Grafikkarten
ASUS: ASUSDVD (InterVideo WinDVD Software)
Creative Technology: SoftPC-DVD
CyberLink: PowerDVD (DirectShow; NT 4.0 and Win2000)
ELSA: ELSAMovie
InterVideo: WinDVD (DirectShow; NT 4.0 and Win2000)
Matrox: Eine spezielle Version der CineMaster software für diverse Matrox Grafikkarten
Mediamatics: DVD Express (DirectShow)
MGI: SoftDVD MAX (DirectShow)
NEC (nur für NEC PCs)
Odyssey: Odyssey DVD Player
Ravisent (ehemals Quadrant International): Software CineMaster (DirectShow; Win 2000)
Varo Vision: VaroDVD
Xing DVDPlayer ist nicht länger verfügbar seit die Firma von Real Networks aufgekauft wurde

Software Decoder benötigen mindestens einen 350 MHz Pentium II und ein DVD Laufwerk mit Busmaster (DMA) Zugriff um eine
Darstellung ohne Bildverluste zu gewähren. PCs die langsamer als ein Pentium III 400 MHz sind können die Unterstützung von Decoding
Funktionen innerhalb der Grafikkarte nutzen. AGP Grafikkarten bieten ebenfalls einen kleinen Vorteil gegenüber PCI Versionen.

Eine unvollständige Aufzählung von Hardware Decodern und DVD-ROM upgrade Kits für Microsoft PCs:

Creative Technology:
PC-DVD Encore Dxr3, Sigma EM8300 chip (bisher keine DirectShow Unterstützung)
PC-DVD Encore Dxr2, C-Cube chip (DirectShow, Win2000)
Digital Connection: 3DFusion, Mpact2 chip (DirectShow)
Digital Voodoo: D1 Desktop 64, Digital Voodoo chip (professional, QuickTime)
E4 (Elecede): Cool DVD, C-Cube chip (obsolet)
IBM: ThinkPad laptops, IBM chip (DirectShow)
LeadTek: WinFast 3D S800, Mpact2 chip (DirectShow)
Luxsonor: Decoder in Dell PCs, C-Cube chip (DirectShow)
Margi: DVD-to-Go, ZV PC Karte für Laptops (DirectShow, Win2000)
Ravisent: Hardware Cinemaster, C-Cube chip (DirectShow)
Philips Electronics: PCDV632, PCVD104
(K Serie besitzt eine Sigma Hollywood Karte, R Serie hat einen software decoder)(DirectShow)
Samsung: Revolution, Samsung SD 606 6x, Sigma Hollywood Plus card (DirectShow)
Sigma Designs: Hollywood series, Sigma EM8300 chip (bisher keine DirectShow Unterstützung)
STB: DVD Theater, Mpact2 chip ((DirectShow)
Stradis: Stradis Professional MPEG-2 Decoder, IBM chip (bisher keine DirectShow Unterstützung)
Toshiba: Tecra laptops, C-Cube chip (DirectShow)
Vela Research: CineView Pro (bisher keine DirectShow Unterstützung)

Alle außer den Sigma Designs Decodern haben WDM Treiber für DirectShow. Die Sigma Designs Decoder Karte wird in folgenden
Systemen verwendet: Hitachi, HiVal, Panasonic, Phillips, Sony, Toshiba, and VideoLogic

Der Vorteil von Hardware Decoder Karten liegt darin, daß sie die CPU bei der Wiedergabe nicht belasten. Sie erzeugen auch oft
ein qualitativ höherwertigeres Bild als die Software Decoder. Hardware Decoder verwenden eine Technik die Video Overlay genannt
wird um ihr Signal auf den Bildschirm zu bekommen.Einige verwenden Analog Overlay, bei welchem das Signal aus der
Graphikkarte in die Decoder Karte eingeführt wird und das Videosignal wird dort es eingespeist. Andere Decoder verwenden die
Video Port Extension (VPE) durch die die Decoderkarte mit der Grafikkarte inter verbunden werden.

Analoges Overlay erzielt hierbei schlechtere Ergebnisse.

Macintosh G4 und iMacs haben standardmäßig ein DVD Laufwerk. Diese verwenden die Velocity Engine (Altivec) des PowerPC
Chips für Video und Audio decodierung. Unglücklicherweise gibt es zahlreiche Probleme mit Apples Software Decoder.
Apple hat in den ersten 4 Monaten 5 Updates herausgebracht. Bei MacFixit und MacInTouch kann man für neueste Informationen
nachschauen.

Der Sigma Designs Netstream 2000 DVD Decoder wird auch für Linux eine DVD Wiedergabe ermöglichen.

Um der Computer an den Fernseher anzuschließen muß die Decoderkarte oder die Grafikkarte einen Ausgang
(Composite Video oder S-Video) zum Anschluß eines Fernsehers haben. Wenn die Decoder Karte einen Dolby Digital Ausgang
hat, so kann dieser direkt mit einem A/V Receiver verbunden werden, sodaß man dann Mehrkanalton hat. Wenn ein DVD PC über
einen Video Beamer anstatt eines normalen Fernsehgerätes angeschlossen wird, so ist das Bild von weit höherer Qualität.


4.3 Recordable DVD: DVD-R, DVD-RAM, DVD-RW, and DVD+RW

Es gibt 5 verschiedene Aufzeichnugsformate für DVDs. DVD-R general (auch DVD-R(G) genannt), DVD-R authoring
(auch DVD-R(A) genannt), DVD-RAM, DVD-RW, DVD+RW All Laufwerke die Aufzeichnen können können DVD-ROM lesen, aber
jeder Typ benötigt eine anderen Rohling für die Aufzeichnung.

DVD-R kann Daten einmalig sequentiell aufzeichnen, während DVD-RAM, DVD-RW und DVD+RW mehrere tausend mal
überschrieben werden können. Beschreibbare DVDs gab es zuerst nur für Computer. Ende 2000 sollen Geräte auf den Markt
kommen, die man dann als DVD Video Recorder einsetzen kann. DVD Video Recorder sind nicht in der Lage verschlüsselte
DVD Filme zu kopieren.

Die 3 wiederbeschreibbaren Formate (DVD-RAM, DVD-RW, und DVD+RW) befinden sich gerade im Wettstreit. Der Markt wird
noch entscheiden welches dieser Formate sich durchsetzten wird. wobei die DVD-RAM einen Vorsprung bei der Markteinführung
von 2 Jahren hat.

Das große Problem bei den wiederbeschreibbaren Formaten ist das keines der Formate zu den anderen vollständig kompatibel ist.
Aber die Zeit wird dieses Problem sicherlich lösen.

Kompatibilitäten der einzelnen Formate:

  DVD-R(G) DVD-R(A) DVD-RW DVD-RAM DVD+RW
DVD-ROM lesen lesen lesen lesen lesen
DVD-R(G) lesen lesen / schreiben lesen lesen / meist. schreiben lesen
DVD-R(A) meist. lesen lesen lesen /schreiben lesen / meist. schreiben lesen
DVD-RW lesen lesen lesen lesen / meist. schreiben meist. lesen
DVD-RAM selten lesen - - - -

DVD+RW

lesen meist. lesen meist. lesen meist. lesen lesen / schreiben


Das DVD Forum hat eine DVD Multi Logo entwickelt welches garantieren soll das die Geräte die dieses Logo tragen auch wirklich
kompatibel zu allen 3 Formaten (DVD-R, DVD-RW, und DVD-RAM) ist. Ein DVD Multi Player sollte in der Lage sein alle
3 Formate zu lesen und ein DVD Multi Recorder sollte alle 3 Formate schreiben können.

Im folgenden werden die einzelnen Formate im Detail beschrieben:

DVD-R

Dieses Format benutzt die gleiche Technologie die auch bei CD-R eingesetzt wird. Die Kapazität liegt bei ca. 3,95 Millionen
Bytes. Diese wurde später auf 4,7 Millionen erhöht. Mit der Einführung der größeren Kapazität wurden die beiden Formate
"general" und "authoring" zur Unterscheidung geschaffen. Die "general" Version verwendet einen Laser der mit Licht der
Wellenlänge 650nm (anstelle von 635nm) arbeitet. DVD-R(G) ist für den Privatanwender gedacht und DVD-R(A) ist für den
professionellen Bereich. DVD-R(A) Medien sind in DVD-R(G) Recorder nicht beschreibbar und vice versa. Aber beide Medientypen
sollen in den meisten DVD Player und Laufwerken lesbar sein.

Das DVD-R 1.0 Format ist im Standard ECMA-279 festeglegt.

DVD-RW

DVD-RW (ehemals DVD-R/W und auch als DVD-ER bekannt) ist ein Format das durch die Phase-Change Technologie gelöscht
werden kann. Entwickelt wurde dieses Verfahren von Pioneer auf der Basis der DVD-R. Verwendet werden ein ähnliche Eckdaten.
DVD-RW ist in den meisten DVD Laufwerken lesbar. Einige Laufwerken sind etwas verwirrt durch die geringere Reflexion der
DVD-RW und versuchen Sie als Zweilagige DVD zu behandeln. Es gibt aber neuere Firmware Versionen die diese Problem
beseitigen. Die Kapazität liegt bei 4.7 Millionen Bytes und ein Medium kann ungefähr 1000 mal überschrieben werden.

Im Dezember 1999 hat Pioneer einen DVD-RW Videorecorder in Japan herausgebracht. Das Gerät kostete 5000.- DM und ein
Medium kostete ungefähr 60.- DM. Da der Recorder das neue DVD-VR (Video Recording) Format benutzt sind die Medien obwohl
sie physikalische kompatibel währen nicht in herkömmlichen Player abspielbar (die logischen Daten sind nicht kompatibel). Die
maximale Aufzeichnungsdauer variiert zwischen 1 und 6 Stunden je nach gewählter Qualität.

Eine neue Version des Video Recorders soll in den USA gegen Ende 2000 herauskommen. Dieses Gerät soll dann auch DVD-R
schreiben können, und es wird dannn den DVD-Video Standard zur Aufzeichnung benutzen, sodaß man kompatibel zu den
bestehenden Geräten ist. Pioneer hat für 2001 ein kombiniertes DVD-R/RW Laufwerk angekündigt, das 2000.- DM kosten soll
und die Formate DVD-RW, DVD-R(G), CD-R, and CD-RW schreiben soll. Ursprünglich waren die Preise für DVD-RW Medien
bei 50.- DM.

DVD-RAM
DVD-RAM hat ursprünglich eine Kapazität von 2,58 Millionen Bytes, die später dann auf 4,7 Millionen erhöht wurde. Dieser
Verfahren verwendet die Phase-Change (PD) Technologie enhält aber einige Eigenschaften die von MO (magneto optic)
Laufwerken kommen. DVD-RAM ist das Verfahren, das am besten geeignet ist für Computerdaten. Dies liegt an der
Fehlerkorrektur und dem Format das schnellen Zugriff erlaubt. Es ist nicht kompatibel mit den meisten Laufwerken und Player
(wegen der Fehlerkorrektur, Unterschiede in der Reflexionsschicht und kleinere Unterschiede im Abspeicherformat). Einseitige
DVD-RAM CDs kommen in einem Gehäuse (Cartridge). Es gibt 2 unterschiedliche Cartridges: Type 1 ist versiegelt und Type 2
erlaubt es die CD zu entfernen. Die CD kann aber nur in der Cartridge beschrieben werden. Zweiseitige DVD-RAM CDs gibt es
nur versiegelten Cartridges. Die Maße der Cartridge sind 124,6 mm x 135,5 mm x 8,0 mm. DVD-RAM können mehr als 100000
mal beschrieben werden und sollen eine Haltbarkeit von beinahe 30 Jahren haben.

DVD-RAM 1.0 Laufwerken erschienen im Juni 1998 (6 Monate später) zum Preis von 1000.- bis zu 1600.- DM, und leere Rohlinge
kosten 60.- DM für einseitige und 90.- DM für zweiseitige. Im August 1998 waren die Preise schon unter 40.- DM gefallen und es
gab Laufwerke für unter 600.- DM. Das erste DVD-ROM Laufwerk, das auch DVD-RAM CDs lesen kann wurde von Panasonic im
Jahr 1999.

Die DVD-RAM version 2.0, mit einer Kapazität von 4,7 Millionen Bytes pro Seite wurde im Oktober 1999 verabschiedet. Das erste
Laufwerk erschien im Juni 2000 zu ungefähr dem selben Preis als die DVD-RAM 1.0 Laufwerke. Das DVD-RAM 1.0 Format ist in
den Spezifikationen ECMA-272 und ECMA-273 festgelegt.

DVD+RW

Das DVD+RW Format ist ebenfalls auf CD-RW Technologie basierend. Dieses Verfahren soll im Frühjahr 2001 erscheinen.
DVD+RW wird von dem Firmen Philips, Sony, Hewlett-Packard und einigen anderen. Dieses Verfahren wird nicht vom DVD Forum
unterstützt.

DVD+RW Laufwerke werden DVD-ROMs und CDs lesen und wahrscheinlich DVD-R und DVD-RW. DVD-RAM wird aber weder
gelesen noch geschrieben werden können. Die Laufwerke schreiben CD-R und CD-RW. DVD+RW CDs sollen eine Kapazität von
4,7 Millionen Bytes haben und in ungefähr 70% aller bestehende DVD-Video und DVD Laufwerken zu lesen sein. Philips hat eine
DVD+RW Heimvideorecorder für 2001 angekündigt. Der Videorecorder wird das DVD-Video Format schreiben und so in vielen
bestehenden Laufwerken zu lesen sein. Weitere Informationen zu DVD+RW sind unter der Internetseite www.dvdrw.org zu lesen.

Das obsolete DVD-ROM 1.0 Format ist in der Spezifikation ECMA-274 festgelegt.

4.4 DeCSS

CSS (Content Scrambling System) ist ein Verschlüsselungs- und AUthentifizierungs Modell das dazu eingeführt wurde zu
verhindern, DVD Filme zu kopieren.

DeCSS ist ein Verfahren mit dem man den CSS Algorithmus umgehen kann. Im Oktober 1999 wurde Software zum entschlüsseln
des CSS Verfahrens entwickelt. Der Unterschied zwischen der Entschlüsselung des des CSS Verfahrens und der Aufzeichnung
des unversclüsselten digitalen Videosignals ist, das die Entschlüsselung illegal ist.

Für weitere Informationen zu DeCSS empfiehlt sich ein Besuch der Internetseite www.OpenDVD.org

5 Anhang

5.1 Literaturverzeichnis

c't 13/2000 Heise Verlag
http://www.thedigitalbits.com/articles/anamorphic/welcome.html
http://www.dvd-forum.ch/Technik.htm
http://www.computerchannel.de

Weitere Links zu DVD befinden sich innerhalb der einzelnen Kapitel im Inhalt.