von Sebastian Pritschow <tiw5sepr@fht-esslingen.de>
und Ralf Wieland <tiw5rawi@fht-esslingen.de>
Bei der Facial Animation handelt es sich um ein zentrales Gebiet der virtuellen Realität. Aus technischer Sicht, ist die virtuelle Realität die modernste Form einer Mensch-Maschine-Schnittstelle, mit deren Hilfe Vorgänge unserer real existierenden Umwelt so exakt wie möglich nachgebildet werden können. Die Facial Animation befaßt sich mit der Aufgabe Gesichter virtueller Akteure, sogenannter Avatare, so realistisch wie mögliche zu synthetisieren. Dabei haben sich drei Kernpunkte herausgebildet:
Entwicklung von Methoden zur Analyse von realen Gesichtern
Entwicklung von Modellen für menschliche Gesichter
Entwicklung von Methoden zur Steuerung der Animation von Gesichtern
Die bisherigen Verfahren, wie bei Bildtelefonie, beruhen darauf, daß über Standards wie H.263, MPEG 1 und MPEG 2, die erfaßten Videodaten komprimiert und codiert werden, was eine Übertragungsgeschwindigkeit zwischen 64Kbit/s-128Kbit/s erfordert (z.B. über ISDN). Die Qualität der Übertragung ist hierbei sehr bescheiden (geringe Auflösung, ruckartige Bewegungen).
Ein ganz neuer Lösungsansatz ist, nicht die Videodaten selbst zu übertragen, sondern über ein System die Daten zu analysieren, mit deren Hilfe ein Modell des Gesichts erstellt wird. Dieses Modell wird übertragen. Der Sender schickt dem Empfänger dann nur noch Änderungsdaten für das Modell (Bewegungen) und die Szene wird beim Empfänger synthetisch erzeugt. Mit diesem Verfahren kann man mit einer Übertragungsgeschwindigkeiten von 1Kbit/s auskommen, was eine Kommunikation über das analoge Netz der Telekom ermöglicht.