Objekte einer QuickTime VR Applikation

Panoramen

Panoramen sind Rundumsichten, die ein Benutzer durch Drehung (360°) betrachten kann. Der Benutzer steht dabei an einem festen Ort, quasi in einem Zylinder auf dessen Innenseite ein Panoramabild projiziert ist.

Der Ersteller von Panoramen muß sich somit vorher genau die Position für den Betrachter überlegen. Es ist zwar möglich, zwischen einzelnen Panoramen zu wechseln, der Standpunkt innerhalb eines Panoramas bleibt jedoch unveränderbar.

Um ein Panoramabild zu erstellen, werden Einzelbilder, die mit einem Versatz von 10-30° rundum von einem Standort aufgenommen wurden, über zylindrische Projektion aneinandergefügt. Gleiche Bildteile werden dabei ineinander verknüpft (Stitching). Für ein 360° Panorama braucht man also 12 bis 36 Aufnahmen.

Ein "ausgewickeltes" Panorama wirkt seltsam auf den Betrachter, deshalb wird nur ein Ausschnitt des Panoramas gezeigt, der Benutzer kann sich mit Hilfe der Maus nach den Seiten bewegen um die volle Rundumsicht betrachten zu können. Der Ausschnitt zeigt auch eine geringere Auflösung des Bildes, dadurch ist es möglich ins Bild zu zoomen ohne daß die Bilddarstellung zu "pixelig" wird.

Objekte

Zu den Objekten gehören Object Movies. Object Movies sind dreidimensional erkundbare Objekte im Raum, sie lassen sich drehen und wenden und zeigen immer die korrekte Ansicht. Da die dreidimensionale Objekte von allen Seiten aufgenommen werden müssen (bis zu 500 Einzelaufnahmen), wird die Menge der für das gesamte Panorama benötigten Bilder schnell unüberschaubar. Es besteht weiterhin die Möglichkeit Bilder und Sounds in das Panorama einzufügen. Auch können sich Objekte im Raum auf definierten Pfaden bewegen um ein "lebendiges" Panorama zu erzeugen.

Szenen

Szenen schließlich sind übergeordnete Datenobjekte, sie definieren die Position und die Verknüpfung verschiedener Panoramen und deren beinhalteten Objekten. Der Benutzer ist in einem Panorama an eine feste Stelle fixiert, kann aber durch anklicken eines sogenannten Hotspots (anklickbarer Bereich, der eine Aktion auslöst) zu einem anderen Panorama wechseln. Ein Wechsel der Panoramen geschieht verglichen mit dem Betrachten unspektakulär, die Position des Betrachters bleibt bis zum Erscheinen des neuen Panoramas unverändert, ein "fließender" Übergang findet nicht statt.