Physische Risiken

Simulatorkrankheit

Diese Krankheit tritt auf, wenn die verschiedenen wahrgenommenen Sinneseindrücke in der Simulation nicht übereinstimmen. Das heißt, was man bei der Durchführung der Simulation erlebt hat, deckt sich nicht mit den Wahrnehmungen des Gleichgewichtssinnes. Als Ergebnis werden die Versuchspersonen Folgeerscheinungen wie z.B. Schwindel, Erbrechen, Kopfweh und Desorientierung bekommen.

Nicht nur die Nichtübereinstimmung von verschiedenen wahrgenommenen Sinneseindrücken können zu dieser Krankheit führen, sondern auch die schlechten Ausrichtungen des Computers wie z.B. schlechte Bildqualität durch niedrige Bildwiederholfrequenz, hohe Verzögerungszeit zwischen Sensoreingabe und Bildausgabe, können diese negativen Effekte verursachen.

Augen- und Hirnschäden

Das unmittelbar betroffene Organ sind die Augen, weil die optische Geometrie der meisten HDMs kein natürliches Sehen ermöglicht. Als Folgen können die Benutzer bei Dauerarbeit mit der VR-Anwendung Augenschäden bekommen und im schlimmsten Fall können Augen-Hirn-Reflexe dauerhaft geschädigt werden.

Fehlkonditionierung

Biologisch gesehen wird der Wahrnehmungsapparat des Menschen erst im Laufe des Lebens von der Umwelt geformt. Daher wird die Wahrnehmung der Realität durch das Ersetzen der Sinneseindrücke bei der Simulation erschwert. Im Vergleich zu Erwachsenen sind die Jugendlichen, die sich schon seit ihrer Kindheit intensiv mit VR-Systemen beschäftigt sind, stärker betroffen.