Ziel dieser Technik ist nicht nur die Illusion einer möglichst detailgetreuen Hintergrundkulisse, die mit allen möglichen Features aufwarten kann, sondern der Wunsch den Moderator durch einen perfekt simulierten Avatar zu ersetzen. Hierbei muß aber noch etliche Arbeit in der Animation der Avatare geleistet werden. Zwar ist man in der Bewegung und der Kontur, also dem Aussehen der Avatare schon nahe am Vorbild Mensch. Aber in den Feinheiten und im Detail mangelt es denn Avataren noch. Besonders die Synchronisation der Lippenbewegungen mit der Sprache ist noch verbesserungsbedürftig. Auch die Mimik auf Gefühlsreaktionen auf Ereignisse kann der Avatar noch nicht realitätsgetreu nachbilden. In diesem Bereich sind aber noch etliche Fortschritte zu erwarten.
Jedoch ist es fraglich, ob Avatare in die großen Bereiche der TV-Unterhaltung eindringen können. Zum heutigen Zeitpunkt ist es unvorstellbar zu einem "virtuellen Kai Hebel" in die Boxengasse abzugeben. Auch in den großen Fernsehshows scheint es uns eher angenehm zu sein, von einem reellen Thomas Gottschalk begrüßt zu werden. Aber in Musiksendungen wie z.B. dem "volkstümlichen Mutantenstadl" würde es wohl einem Avatar in Dirndl oder Lederhose besser gelingen, seinen Körper und die Lippen synchron zur Playback - Musik zu bewegen als es den Musikanten selbst gelingt. Vielleicht wären diese Illusionen in der virtuellen Welt perfekter als sie es momentan für den Zuschauer sind.