von Uli Schneider <tiw5ulsc@fht-esslingen.de>
Die Anwendung virtueller Realität in der Studiotechnik in hat den letzten Jahren verstärkt Einzug gehalten. Jeder hat bewußt oder unbewußt eine mit dieser Technologie produzierte Sendung gesehen. Vor allem in Nachrichten- und Informationssendungen, mit nur wenigen mitwirkenden Personen, in Werbespots, Videoclips und in speziellen Kurz- bzw. Trickfilmen wird diese Technologie eingesetzt.
Ein gelungenes Beispiel ist der Film "Der Marianengraben". In diesem Science - Fiction Film begegnet der Held fünfmal sich selbst, jedoch jeweils mit einer eintägigen Zeitverschiebung. Hierfür wurden alle Außenaufnahmen der Station, die Unterwasser - Sequenzen sowie Teile der Innenräume virtuell vom Computer generiert. Diese wurden dann mit reellen Innenraum Aufnahmen und denen des Schauspieler im Computer vermischt.
Dabei sind die Grundlagen hierfür nicht neu. Schon in den dreißiger Jahren wurde das "Blue-Box"-Verfahren auf diesem die Technik beruht, erfunden und angewandt. Das virtuelle Studio ist nur die logische und konsequente Fortsetzung dieses Verfahrens mit Hilfe der Computertechnologie. Wurden damals die Hintergrundkulissen noch als Modell gebaut und die Filmsequenzen am Schnittpult übereinander gelegt, so wird heute der Hintergrund vom Computer "virtuell" erschaffen und der Moderator in das Bild eingerechnet.