Entertainment

Interaktive Spielfilme

Wer hat sich nicht schon einmal vorgestellt in einem Film mitzuspielen oder das Geschehen zu beeinflussen, als verwegener Held a'la Indiana Jones oder als die holde Prinzessin. Interaktive Spielefilme sollen hier eine neue Art des Entertainment darstellen.

Ein interaktiver Spielfim besteht aus folgenden Elementen:

Als Beispiel soll eine Studie von ATR Media Integration and Communications Research Laboratories (Japan) dienen. In diesem Beispiel beschränkt sich Anzahl der agierenden Personen auf zwei. Jedoch ist eine Erweiterung auf mehrere Personen möglich.

Konzept

Das Projekt teilt sich in zwei Bereiche. Einmal die Software, die die Story und alle damit zusammenhängenden Teile steuert und analysiert. Zum anderen in die Hardware, die die Information vom "Schauspieler" aufnimmt und Grafik und Audio wiedergibt. Die Software ist in folgende Blöcke unterteilt.

Script Manager

Die Rolle des Script Managers ist es, die Abläufe der einzelnen Szenen zu verwalten. Eine interaktive Geschichte besteht aus mehreren verschieden Szenen und Verbindungen zwischen diesen. Welche Szenen aktiv werden entscheidet der Scene Manager.

Scene Manager

Der Scene Manager verwaltet die einzelne Szenen sowie den Verlauf der Geschichte innerhalb einer Szene. Ereignisse können innerhalb einer Szene auftreten, je nachdem wie sich der Avatar in der jeweiligen Szene verhält. Sogenannte Thresholds (Schwellwerte) die abhängig von der Stimmung, den Aktionen usw. des Schauspielers sind, entscheiden darüber, was in einer Szene geschieht. Davon abhängig werden neue Bilder projiziert, Musik/-Effekte in die Szene gemischt. Ebenfalls werden die verschiedenen Animationen der Computercharaktere, die in der Szene beteiligt sind, beeinflußt.

Interaction Manager

Die kritischste Komponete ist der Interaction Manager. Er wertet zum einen den emotionellen Status des Avatars aus, zum anderen erlaubt er auch den computergenerierten Charakteren einen emotionellen Zustand. Dieser muß simuliert werden und auf die Charaktere/Avatare übertragen werden. Weiterhin verwaltet der Interaction Manager die Möglichkeit der Interaktion der verschieden Personen.

Die Hardware steuert lediglich die verschieden Projektoren und übermittelt die Daten von/zu Avatar und Schauspieler. Die Hardware nimmt z.B. die emotionellen Zustände der Schauspieler sowie deren Bewegungen auf.

Die Story

Als interaktive Geschichte wurde "Romeo und Julia" gewählt. Die beiden Akteure konnten die Geschichte nach ihren Vorstellung nachempfinden und (in gewissen Bahnen) ihre Version der Story erzählen.

Interaktive Computerspiele

Die Firma Origin hat mit Ultima Online ihre erfolgreiche Rollenspielserie "onlinetauglich" gemacht. Mehrere tausend Spieler können in dieser Fantasywelt gleichzeit am Geschehen via Internet teilnehmen. Die Spieler können mit anderen Abenteurern in Echtzeit interagieren. In der Welt von Ultima können sich die Spieler in Gruppen zusammenschließen, sich in Kämpfen gegen die Computercharaktere Ultimas verbünden, Aufgaben annehmen oder sich bei einem Glas virtuellen Wein in einer Tarverne unterhalten. Ultima Online bietet den Spielern eine sich ständig ändernde Spielwelt, komplett mit Tages- und Nachtrhythmus, Licht- und Schatteneffekten und 3D Landschaften in Truecolor.

Weiterhin bietet Ultima Online einen integrierten Übersetzer der Wahlweise von einer Sprache (Englisch, Deutsch, Japanisch) in die andere übersetzt. Somit vereinfacht sich die Verständigung der Spieler beim chatten.

Die Avatare, die jeder Spieler selbst erstellen kann, sind einzigartig und man kann schon am Erscheinungsbild erkennen welchem Avatar man nun gegenübersteht.

In ähnlicherweise (jedoch nicht so umfangreich) spielt sich Diablo von Blizzard im Internet. Im kommenden Jahr soll das Spiel QuakeArena von Id Software die beste grafische Qualität bieten. Die Avatare werden mit aufwendig gerenderten Polygonfiguren dargestellt, die in ihren Bewegungen und ihrem Aussehen sehr realistisch sein sollen.