SpaceWeb ist eine virtuelle Welt, die sich dem Benutzer als eine Art Stadt präsentiert. Der Benutzer kann die verschiedenen Räume durchlaufen und unterschiedliche Leute treffen (natürlich nur Leute, die sich auch als Client angemeldet haben). SpaceWeb ist ein eigenes Netz, es ist nicht vom Internet aus zugänglich.
SpaceWeb wurde als Client-Server-System realisiert. Server verwalten die geometrischen Daten eines Raumes. Benutzer melden sich als Clients an und übermitteln zuerst die Daten ihrer visuellen Repräsentation im Raum. Anschließend werden nur noch Sensordaten der Benutzer übertragen. Bewegt sich nun ein Benutzer, so analysiert der Server die Sensordaten und berechnet dann ein aktuelles Modell des Raumes. Somit erreicht die Veränderung, die im Raum aufgetreten ist auch alle anderen angschlossenen Clients. Das virtuelle Modell des Raumes wird auf jedem Client lokal dargestellt, d.h. der Server hat dadurch keinen Aufwand und auch das Netzauslastung bleibt relativ gering.
Beim SpaceWeb ist die virtuelle Welt durch eine hierarchische Verknüpfung von Servern realisiert. Dadurch wird die Strukturierung der Räume in Städte, Straßen, Häuser und Stockwerke eingeführt. Der Nachteil dieses Konzepts ist jedoch, daß bei Ausfall eines Servers alle darunterliegenden Hierarchieebenen nicht mehr erreichbar sind. Aus diesem Grund ist auch eine Anbindung an das Internet nicht sinnvoll, weil eben die Server nicht einzeln erreichbar sind, sondern nur über die Hierarchiestufen.
Habitat wurde 1985 von Chip Morningstar und Randy Farmer für die Lucasfilm-Company als virtuelle Online-Umgebung geschrieben. Die Benutzer hatten die Möglichkeit, ihr Erscheinungsbild in der virtuellen Umgebung selbst zu entwerfen. Sie konnten dann mit anderen Benutzern in einer virtuellen Welt (Populis genannt) Kontakt aufnehmen. Habitat wurde dann von der Firma Fujitsu aufgekauft und 1990 in Japan als kommerzieller Dienst eingeführt. Es wurde sehr schnell als Unterhaltungsapplikation beliebt. Habitat bietet eine komplette virtuelle Welt mit privaten und öffentlichen Orten. Die "Spieler" werden in der virtuellen Welt durch Avatare repräsentiert. Bewegungen und Text für die Dialoge werden aus einem Menü ausgewählt. Die soziale Interaktion zwischen vielen verschiedenen Benutzern führte zur Bildung von Gemeinschaften. Die virtuelle Welt hat auch ihre eigene Wirtschaft und eigene Gesetze, welche das Verhalten der Teilnehmer einschränken. Die Benutzer von Habitat haben sogar ihre eigene Politik entwickelt, eine Regierung gebildet und einen Premierminister gewählt.
Den Benutzern von Compuserve wird Habitat mittlerweile unter dem Namen WorldsAway angeboten. WorldsAway bietet eine wesentlich größere Anzahl von Personen, Kostümen und Köpfen (für die Avatare). Bei WorldsAway hat man die Möglichkeit sich in privaten Räumen zu unterhalten oder auch in öffentlichen Chaträumen. Es fanden auch schon einige Cyberhochzeiten zwischen Avataren statt.
World Chat ist ein Online-Dienst, der von Worlds Inc. mit Unterstützung von IBM, Steven Spielberg und Visa den Internetbenutzern zur Verfügung gestellt wird. Das Konzept hinter der Applikation basiert auf einer Raumstation. Die Benutzer müssen sich, bevor sie sich verbinden können, einen zweidimensionalen Avatar auswählen. Sie geben sich einen Namen, der auf den Köpfen ihrer Avatare zu sehen ist. Navigiert wird mit der Tastatur und die Kommunikation findet durch Eintippen des Textes statt. Durch Anklicken eines anderen Benutzers sind auch private Unterhaltungen möglich. Man kann das Szenario als visualisiertes Multi-User-Dungeon bezeichnen; der Unterschied zu MUDs ist jedoch, das es keine Hintergrundgeschichte in dieser Welt gibt. Es ist eigentlich nichts weiter als ein optischer Chatraum.
Alphaworld basiert auf dem Idee von World Chat, jedoch steckt hier ein Konzept dahinter. Das Ziel bei Alphaworld ist es, "Cyberground" zu errichten. Die Benutzer haben die Aufgabe, sich ihr eigenes Besitztum aufzubauen. Alphaworld basiert auf VRML+, einer Weiterentwicklung von VRML.