Telepräsenz und Telerobotik

Der Begriff "Telepräsenz" wurde von dem KI-Forscher Marvin Minsky eingeführt. Seine Definition von Telepräsenz war die Fernsteuerung von Robotern über immersive Schnittstellen. Es sollte eine Möglichkeit geschaffen werden, in lebensbedrohende (bspw. radioaktive) Bereiche oder geographisch unerreichbare Gebiete vorzustoßen, ohne dort physisch anwesend zu sein. Heute wird dies jedoch nicht mehr als "Telepräsenz", sondern als "Telerobotik" bezeichnet.

Die Entwicklung der "Telerobotik" wird vor allem von der NASA und der russischen Weltraumbehörde vorangetrieben. Seit der Explosion der Challenger wird fieberhaft nach Möglichkeiten gesucht, Alternativen für die bemannte Raumfahrt zu finden. Eine Forschungsgruppe für "Telerobotik" am NASA Ames Research Center arbeitet schon seit Jahren mit einer russischen Forschungsgruppe gemeinsam an der Umsetzung einer Marsmission. Vorläufiger Höhepunkt dieser Zusammenarbeit war die "Pathfinder"-Mission. Das Marsmobil "Sojourner" wurde auf dem Mars abgesetzt und von der Erde aus ferngesteuert.

Weitere Möglichkeiten der Telerobotik sind Arbeiten in radioaktiv verseuchten Gebieten oder eine wesentlich effizientere Brandbekämpfung.